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Sportmedizin

Höhensport

 

Die Einstellung

Die erste Anpassung an Höhenlagen über 3000 m beginnt im Kopf. Allzu oft ist es die Angst, was einen wohl erwarten werde, Geschichten von Bekannten, die schon Höhenprobleme gehabt haben, verunsichern, die verschiedensten „Empfehlungen“ verwirren. Wahrscheinlich ist es Vielen so ergangen, dass die zweite oder dritte Höhentour wesentlich besser vertragen wurde, man hat einfach gewusst, mit welchen Problemen man es zu tun hat.

 

Training

Auch wenn es immer wieder heißt, Höhe kann man nicht trainieren, so ist eine körperliche Grund-Fitness bei Höhentracks unumgänglich. Eine gut ausgebildete Muskulatur stellt einen guten Sauerstoffspeicher dar, das Gleichgewicht zwischen gebildetem Laktat in den Muskeln und der Abatmung von Kohlendioxid hält sich gut die Balance.

 

Ernährung

Im Zusammenhang mit Höhenkrankheit werden besonders das Lungen– und Hirnödem angeführt. Beide also „Wasserspeichkrankheiten“.

Die eigene Erfahrung spricht völlig GEGEN die immer wieder propagierte forcierte Proteinzufuhr.

Im Gegenteil: Ich vermeide Fleisch vollkommen, keine Eier, bestens für die Kondition (wie bei anderen Sportarten wie Laufen etc. auch) sind Kohlenhydrate:

Brot (Brotfladen), Getreidebreie, Kartoffel– und Reisgerichte. Keine Rohkost („peel it, boil it or let it“), maximal Banane, jedoch Trockenobst (Rosinen, Marillen, „Studentenfutter“…), besonders dieses ständig ein wenig „dahinessen“,  Marmeladen, Tee, schwarzer Kaffee.

Genauso wenig richtig ist die oft gegebene Empfehlung, man müsse viel (4—5 l) trinken. Das schwemmt wertvolle Spurenelemente aus wie bes. Mg, K, auch Na u.v.a. Normal dem Durstgefühl gemäß Wasser (desinfiziert) oder Tee trinken.

 

Medikamentöse Unterstützung

Magnesium und Kalium immer in Kombination („intrazelluläre Zwillinge“) möglichst als Aspartate

Omega-3-Fettsäuren, 500 bis 1000 mg tgl (guter Energielieferant)

L-Carnithin/Q-10 fördert die Verstoffwechselung und Energieausbeute

Ginkopräparate verbessern die Fließfähigkeit des Blutes, 160 bis 320 mg

 

Werner Steinkellner

Dr. med. univ.

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Huahuasch, Peru

Ladakh, im Zanskar, Lager auf ca 5000 m Höhe, ich sitze vor dem Gemeinschaftszelt in der Sonne und schreibe mein  Tagebuch

ÖAV, Huahuasch,  Pumarinri 5.465 m