Textfeld:

Lebensstilfaktoren

Schlagwörter, die unseren Großeltern nicht annähernd in den Sinn gekommen wären:

Wohlstandsverhalten, Spass-Gesellschaft, unsere Sucht nach immer mehr, immer weiter wegfliegen, immer mehr Events, die man nicht versäumen darf, Mega-Festivals, Mega-Konzerne, Giga-Kika, Tera-, Pentabytes, Essen ohne Ende, was uns beliebt, ohne Kontrolle, ohne Beschränkung, Luxus und Freiheit und Wohlstand als geradezu moderne, besser modische Todesursache.

 

Eine Welt, die das Gute auf den Kopf stellt:

Die Wohlhabenden, denen Luxus und Gier zu ihrer Todesfalle wird, die Armen, denen die Umwelt und Umverteilung zur tödlichen Gefahr werden.

 

Das richtige Maß wird als Mittelmäßigkeit verspottet,

das Einhalten als Rückschritt,

das Bewahren als falscher Gegenwert

zum ungezügelten Wachstum gebrandmarkt.

 

Betrug als salonfähiges System:

 

Billigste Nahrung, schlechteste Ware wird solange geschönt, bis jeder (noch so dumme) Mensch auf diese Methode hereinfällt, Völker als Kauf– und Stimmvieh zu missbrauchen ist politischer Alltag.

 

Großunternehmer, die unseren Menschen

die Arbeit wegnehmen und zur Gewinnoptimierung

im Fernen Osten produzieren lassen als Verräter

an unserer Gesellschaft werden sogar noch hofiert ?!

 

Das Gegengewicht dazu sollte eine unabhängige

Intelligentia sein - wo ist sie nur?

Entweder nicht hör– und sichtbar oder:

zu träge, faul, zu korrupt??

 

Kein Aufschrei derer, die der Gewinnsucht der reichen

Oberschicht zum Opfer fallen, solange sie nur von einer

Bank noch Geld, vom Staat noch Nothilfe bekommen,

bis sie zum personifizierten Faulen Kredit geworden sind.

 

Haben wir überhaupt noch Lebens-“Stil“-Faktoren ?

Samstag vor einem Großkaufmarkt:

Fertigprodukte im Einkaufswagerl, Brot … Fleisch, Wurst, der vielgeliebte „Aufschnitt“ … Gemüse und Obst … alles in Folie … Unmengen Chips, Soletti … Cola und Bier … mein Gott, wie geht es uns doch gut, im Sommer jede Menge  Grillutensilien …

Rundherum Wohlstand !

Du schaust in völlig leere Gesichter, der Konsum lebt diese Menschen.

Beim Ausgang noch Prospekte einstecken - Türkei, Dubai … kein Gedanke, keine Scheu, unseren Euro dorthin zu tragen, wo er UNSERER Wirtschaft nichts nützt, wen schert das schon, solange die Bank den „Rahmen“ akzeptiert !

 

Am anderen Ende der Skala:

Die Obdachlosen, die Frauen und Männer in der Gruft, die in den Flüchtlingsquartieren gestrandeten Menschen … für sie alle liegt die Latte des Wohlstands unerreichbar - und dennoch, sie überleben, über-leben, sie spüren noch dieses Leben, oft hart, gerade entkommen, aber auf gar keinen Fall werden sie gelebt, gerade dieses gerettete Leben erscheint wertvoll, das Leben als solches, nicht eingebettet in einen degenerierenden „Wohl“-Stand, bei ihnen allen zählt die Vita alleine als größtes Gut.

 

 

Weitere Links zum Thema:

Wohin mit uns?  (Quelle: „Der Standard“ Thomas Sautner, 28. Dez. 2013)

Werner Steinkellner

Dr. med. univ.

Lebensdevise: Unzufriedenheit

Lebensdevise:  Unglück

Lebensdevise: Not

Lebensdevise: KEINE

Lebensdevise: vegetieren

 Copyright©2018 · Für  den Inhalt verantwortlich: Dr. Werner Steinkellner · Impressum · Webmaster